Zeitmanagement leicht gemacht: Die Pomodoro-Technik

 

Bestimmt geht es dir manchmal genauso: Du sitzt vor einer Studienarbeit oder einem Projekt für die Arbeit und der Zeitdruck sitzt dir im Nacken. Du möchtest dich voll auf diese eine Sache konzentrieren, um sie endlich hinter dich zu bringen. Da poppt auf einmal eine WhatsApp Nachricht am Handy auf. Du entsperrst dein Handy, liest schnell die Nachricht und antwortest darauf, um anschließend festzustellen, dass du auch noch zwei Benachrichtigungen auf Instagram hast, die du dir schnell ansehen wolltest. Du wurdest markiert. Schnell noch einen Kommentar da lassen und zurück in den Homefeed. Wenn man schon mal in der App ist, sollte man die Zeit nutzen und gleich schauen, was es Neues gibt. Nach 20 Minuten holt dich auf einmal das schlechte Gewissen vom lustigen Katzenvideo zurück in die harte Realität und du stellst frustriert fest, dass du schon wieder sinnlose Zeit verschwendet hast, ohne bei deiner Arbeit voran zu kommen. Kommt dir das bekannt vor?

 

Zwar gab es in den 80er Jahren diese Zeitverschwendungs-Apps noch nicht, trotzdem hatte der italienische Student Francesco Cirillo große Sorgen, da er mit seinem Lernstoff nicht voran kam. Schockiert musste er feststellen, dass er es nicht einmal schaffte, sich 10 Minuten auf eine Sache zu konzentrieren. (An dieser Stelle lade ich dich gerne zu einem Selbstversuch ein)

Um sich nicht selbst zu belügen, nahm er eine Küchenwecker in Tomatenform und stoppte die Zeit. Es dauerte keine 10 Minuten, ehe er sich einer anderen Sache widmete oder sich ablenken ließ. Außerdem hatte er die Angewohnheit, unangenehme Dinge hinauszuschieben, was den Stress und Druck aufgrund der Deadlines zusätzlich verstärkte.

 

Aufgrund der Flut von Informationen, die täglich auf uns niederprasseln, ist es wahrscheinlich, dass die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne seit damals noch deutlich gesunken ist. Zwischenzeitlich machte des Öfteren der Vergleich zwischen der Aufmerksamkeitsspanne eines Goldfisches (ca. 9 Sekunden) und der eines Menschen (unter 8 Sekunden) die Runde. Zumindest auf Social Media konnte dieses Phänomen anhand eindeutiger Datenauswertungen nachgewiesen werden. Auch hier kannst du gerne mal einen Selbstversuch durchführen, wenn du dich das nächste Mal durch den Feed scrollst. :-)

 

Cirillo hatte zuvor schon mehrere Strategien ausprobiert, um seine Aufmerksamkeit und Konzentration zu steigern, leider ohne zufriedenstellende Erfolge. So begann er, ein eigenes mentales Trainingsprogramm zu erstellen. Er nahm seinen Küchenwecker und programmierte den Timer auf 5 Minuten. Nach diesen 5 Minuten gönnte er sich eine kurze Pause. Sobald er diese Zeitspanne problemlos schaffte, erhöhte er das Intervall. Nach etwas Training fand er seine ideale Konzentrationsspanne bei 25 Minuten. Nach jeder Einheit belohnte er sich mit einer 5-minütigen Pause.

 

Um die Konzentration in den einzelnen Pomodoro-Einheiten (Pomodoro, ital. für Tomate) längerfristig hochzuhalten, waren diese Pausen essentiell und durften nicht übersprungen werden, stellte er fest.

Nach 4 solchen Pomodoros (Einheiten à 25 min) gönnte er sich eine längere Pause von bis zu 30 Minuten.

 

 

Vorteile der Pomodoro-Technik

1. Training deiner Konzentrationsfähigkeit

Wie bei der Umsetzungskraft kannst du auch deine Konzentrationsfähigkeit wie einen Muskel trainieren. Durch kontinuierliches Training kannst du deine produktiven Arbeitsphasen stetig erhöhen und die für dich optimale Zeitspanne finden.

 

 

2. Flow-Zustand

Diese Arbeitsweise - sich auf eine Aufgabe zu konzentrieren - steigert nicht nur deine Produktivität, sondern macht dich gleichzeitig auch zufriedener. Zudem erhöhst du die Chance, dass du in einen Flow-Zustand gerätst und es dir deutlich leichter fällt, Aufgaben zu Ende zu bringen.

 

 

3. Gelassenheit

Bei der Pomodoro-Technik machst du im Prinzip nichts anderes, als dass du dir große Arbeiten in kleine Genusshäppchen aufteilst. Das befreit dich von selbst auferlegtem Druck und Stress und du kannst dich während der Arbeitsphasen voll und ganz auf die Aufgabe konzentrieren. Du wirst gelassener.

 

 

4. Produktivität

Je seltener du dich ablenken lässt, desto schneller wirst du mit einer Aufgabe fertig werden. Produktiv zu sein bedeutet nämlich nicht, dass du Multitasking perfektionierst (das funktioniert nämlich gar nicht - warum das so ist, erkläre ich in meinem Inspirationsletter), sondern dass du lernst, dich auf einzelne Aufgaben zu konzentrieren und diese zu Ende zu bringen.

 

 

Tipps aus der Praxis

 

Gerade wenn du im Angestelltenverhältnis bist und beispielsweise ein Büro mit mehreren Kollegen teilst, ist es nicht immer einfach, diese Technik in der Praxis perfekt umzusetzen.

Auch hier gilt: Gehe nicht zu hart mit dir selbst ins Gericht, schließlich gibt es keine Quote, die du erfüllen musst. Die Pomodoro-Technik dient dir als Hilfsmittel, ein Anhaltspunkt, wie du dein Zeitmanagement besser unter Kontrolle bekommst. Versuche die Konzentrationsphasen langsam zu erhöhen und starte nicht gleich mit den vollen 25 Minuten.

 

Einige weitere Tipps:

  • Nutze App-Blocker oder Timer, um nicht in Versuchung zu kommen, lästige Zeitfresser wie Social Media zu konsumieren
  • Höre instrumentelle Musik, die deine Konzentration fördern kann (aggressiver Gangster-Rap gehört hier nicht dazu)
  • Verwende einen lärmschluckenden Kopfhörer
  • Informiere deine Kollegen über deine Fokusphasen
  • Bündle kleinere Aufgaben (beantworte zB nur 1-2 mal am Tag Mails und blicke nicht bei jeder Benachrichtigung ins Postfach)

 

Besonders den Tipp mit dem App-Blocker lege ich dir sehr ans Herz. Damit entgehst du der Versuchung, mal eben "kurz" deinen Insta-Feed zu checken. Besonders bei langweiligen Aufgaben neigen wir dazu, zwischendurch mal das Smartphone zur Hand zu nehmen und ziehen diese langweiligen Aufgaben nur unnötig noch mehr in die Länge.

 

Was machst du, um fokussiert und produktiv zu arbeiten? Lass es mich gerne in den Kommentaren wissen!

 

 

Viel Erfolg beim Ausprobieren!

 

Pura Vida,

Dein Luke

 

 

 


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Weiteres zum Thema Zeitmanagement

Das Prinzip des Autors ist im Grunde einfach - sein Ziel war es, seinen 14 Stunden Arbeitstag auf eine 4 Stunden Woche zu reduzieren. Dabei spricht Timothy Ferriss immer wieder von den sogenannten Neuen Reichen, einer Gruppe von Menschen, die Reichtum nicht durch viel Geld definiert, sondern durch viel freie Zeit und uneingeschränkte Mobilität.

Geld ist nur ihr Mittel zum Zweck, das sie einsetzen, um ihr Leben und ihre Freizeit nach ihren Wünschen zu gestalten.

Ich habe die wichtigsten Punkte dieses Buches bereits in einem Blogbeitrag zusammengetragen.


 

 

 

 

 

 

 

 

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