7 Anzeichen, dass du im falschen Job bist

 

Was sich wohl ein Geschmackstester von Hunde-Nassfutter, ein Kaugummi-Entferner oder ein Achselhöhlen-Riecher (Ja, diese Jobs gibt es tatsächlich) am Sonntag Abend denkt, wenn er an Montag denkt?

Nun ja, immerhin bekommen sie bei ihrer Arbeit gratis Essen, sind den ganzen Tag an der frischen Luft oder haben viel mit Menschen zu tun.

Da könnte ich mir noch deutlich schlimmere Jobs vorstellen. Den ganzen Tag alleine in einem Überwachungsraum zu sitzen wie Homer Simpson zum Beispiel.

 

 

7 Anzeichen, dass du im falschen Job bist

 

Zugegeben, die meisten Berufe sind nicht ganz so skurril. Nichtsdestotrotz fragen sich viele Menschen Montag für Montag:

Habe ich den falschen Job?

 

Ich möchte dir helfen, diese Frage zu beantworten.

 

 

1. Du fühlst dich nutzlos wie ein Bananenschneider

 

Ein gutes Gehalt kann anfangs motivierend sein, reicht aber auf Dauer nicht aus. Die intrinsische Motivation ist allerdings der entscheidende Faktor, wenn es um wahre Erfüllung geht. Hätte ein Bananenschneider Gefühle, würde er sich wohl auf Dauer ziemlich sinnlos vorkommen zwischen all den anderen Küchenhilfen.

Sinn kreiert unsere Welt. Wir Menschen suchen immer nach einem Sinn.

Sinn ist das, was uns motiviert, uns antreibt, anspornt und glücklich macht.

Besimmt hast du dir schon einmal nach deiner Hinterlassenschaft auf dieser Welt Gedanken gemacht. Was wird bleiben, wenn du diese Welt einmal verlässt? Erschreckend viele Angestellte können diese Frage aus beruflicher Sicht nicht beantworten.

 

Hinzu kommt oft ein Wertekonflikt zwischen deinen Werten und denen des Unternehmens, für das du arbeitest.

Wenn du beispielsweise für einen großen Pharmakonzern arbeitest, jedoch nicht mit der Art und Weise konform bist, wie das Unternehmen seinen Umsatz steigert, wird es dir schwer fallen, wahre Erfüllung in deiner Tätigkeit zu finden.

 

 

2. Das Einzige, was du bewegst, bist du selber auf dem Weg zur Toilette

 

Und wenn das, was du dort machst, das Beste ist, was du am Tag produzierst, dann bist du vermutlich ziemlich frustriert. Es fehlt dir an Selbstbestimmung und das demotiviert dich. Bei den Meetings hast du keine Entscheidungskraft und das, was du zu sagen hast, interessiert niemanden. Frust staut sich auf.

Ein klares Zeichen, dass du im falschen Job bzw. Unternehmen gelandet bist.

 

 

3. Dein Chef ist ein Vollhorst

 

Hauptgrund Nummer eins für eine Kündigung ist der Vorgesetzte. Wenn du deinen Chef für einen Pfosten hältst, dann wirst du vermutlich früher oder später deinen Platz räumen. Du musst deinen Chef nicht mögen wie deinen besten Freund, aber du solltest ihn respektieren. Selbiges erwartest du dir natürlich auch von ihm.

Lob und Anerkennung ist einer der größten Motivatoren, genauso ist es wichtig, dass man nicht überwacht wird wie ein Gefangener beim Freigang und Verantwortung übertragen bekommt.

 

 

4. Du fühlst dich ausgegrenzt

 

Es ist fast wie ein menschlicher Instinkt. Wir wollen immer Teil einer Gruppe sein. Früher hat uns das das Leben gerettet, denn alleine konnte man nicht überleben.

Wenn du kaum oder keine Verbindungen zu deinen Kollegen hast, wird es schwierig, sich zu öffnen und Probleme zu lösen, ehrliches Feedback zu geben oder gemeinsame Projekte zu realisieren.

Wenn jeder lieber sein eigenes Süppchen kocht, kann dies schnell zu Misstrauen, Schuldzuweisungen und Grabenkämpfen führen. Das nagt an deiner Psyche und auch wenn dir deine Tätigkeit grundsätzlich Spaß macht, wirst du hier nicht glücklich werden.

 

 

5. Du beobachtest den Minutenzähler auf der Uhr beim Runden drehen

 

Wenn dein größter Gegner im Büro die Zeit ist, dann können die Arbeitstage sehr lange werden. Du schaust stündlich auf die Uhr, stellst aber erschreckt fest, dass erst 10 Minuten vergangen sind. Das wird zäh. Mit Umwegen zum Kopierer und großzügigen Kaffeepausen versuchst du, die Zeit totzuschlagen.

Um 16:50 hast du deine Sachen schon fix fertig gepackt, den Computer heruntergefahren und wartest auf den Feierabend wie ein Formel 1 Fahrer in der Pole Position. Um 17 Uhr stürmst du aus dem Gebäude, rennst dabei fast noch einen Kollegen um und fährst mit quietschenden Reifen vom Firmenparkplatz.

 

 

6. Und täglich grüßt das Murmeltier

 

Viele Jobs bieten wenig Raum für persönliche Weiterentwicklung. Manchmal ist es sogar von Unternehmensseite wünschenswert, die Mitarbeiter klein zu halten. Oft ist es aber auch einfach die Einstellung der Menschen, nichts Neues lernen zu wollen, denn Weiterentwicklung kann anstrengend sein. Das führt oft zu Langeweile im Arbeitsalltag. So kommt es, dass du dir manchmal vor Unterforderung von deinem Kollegen am Nachbar-Schreibtisch Gummibären zuwerfen lässt, die du mit dem Mund fängst, während du dich mit deinem Bürostuhl drehst. (Trotzdem Respekt, falls du das kannst!)

 

 

7. Angst macht dich gefügig

 

Wenn es dir ergeht wie einem Lamm vor der Schlachtbank, dass du am Vorabend schon Magenschmerzen hast, wenn du an den nächsten Arbeitstag denkst, dann hast du definitiv den falschen Job. Deine größte Angst ist es, Fehler zu machen und dafür verantwortlich gemacht zu werden. Du traust dich nicht, kreativ zu sein oder deine Meinung einzubringen, sondern versuchst, die dir aufgetragenen Aufgaben sorgfältig zu erledigen. Von Angst getrieben liegt dein Fokus darin, nicht aufzufallen.

 

 

Was tun, wenn du im falschen Job gelandet bist?

 

Vermutlich hast du dieses Gefühl nicht erst bekommen, seit du diesen Beitrag gelesen hast. Vielleicht kannst du jetzt aber ein wenig genauer definieren, was dich an deinem Job stört.

Bestimmt hast du dich auch schon des Öfteren gefragt, was du tun kannst und welche Alternativen du hast.

 

Am besten stellst du dir ein paar einfache Fragen und denkst an die Dinge, die dir wirklich Freude bereiten. Dabei spielt es erst einmal eine untergeordnete Rolle, ob du mit deinen Antworten direkt einen konkreten Beruf definieren kannst. Stelle deine Interessen, deine Talente und Leidenschaften in den Vordergrund.

 

  • Was würde ich tun, wenn Geld keine Rolle spielt?
  • Gibt es jemanden, der das schon tut und davon leben kann?
  • Wenn ich jemanden kenne, der schon so arbeitet, wie ich das gerne machen würde, wie hat er das geschafft und umgesetzt?

 

Oft kann es schon ein erstes, erstrebenswertes Ziel sein, sich seine Wunschtätigkeit nebenbei aufzubauen, um mittelfristig seinen Brotjob step by step reduzieren zu können.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es nicht immer einfach ist, alles auf eine Karte zu setzen und einen völlig neuen Weg einzuschlagen. Nicht jeder Mensch tickt gleich und nicht jeder ist gleich risikofreudig.

Was du brauchst ist einen klaren Plan, eine Vision und einen langfristigen Horizont.

Dein Leben wird sich nicht über Nacht um 180° wenden.

 

Aber stell dir vor, du hättest vor 2-3 Jahren schon mit der Umsetzung gestartet. Wo würdest du jetzt schon stehen? Du wärst deinem Traumleben/Wunschberuf schon ein großes Stück näher gekommen. Das selbe wirst du dir in 2-3 Jahren denken. Entweder wirst du dankbar und stolz zurückblicken, dass du heute mit dem ersten Schritt begonnen hast oder du wirst nach einem kurzen Tagtraum ein enttäuschendes Stöhnen von dir geben und den nächsten Kaugummi vom Straßenrand kratzen, die Wanduhr beobachten oder das Treffen mit deiner Freundin absagen müssen, weil dein Chef dich zu Überstunden verdonnert hat.

 

 

 


Pura Vida,

Dein Luke

 

 

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Kommentare: 3
  • #1

    Susanne Busch (Freitag, 26 Februar 2021 15:22)

    Lieber Luke vielen Dank für den tollen Artikel. Er ist sehr gut und vor allem inspirierend geschrieben. Ich bin nun in meiner neuen Arbeit angekommen und nun heißt es wachsen. herzliche Grüße Susanne

  • #2

    Sabine (Samstag, 27 Februar 2021 06:35)

    Hammer Beitrag!!!
    So toll zusammengefasst
    Und das Buch vom John dazu sehr passend
    Danke für deine Arbeit lieber Luke
    Glg Sabine

  • #3

    Xenia (Samstag, 27 Februar 2021 13:27)

    Hi Luke, danke für diesen tollen, inspirierenden Artikel! Ich musste an vielen Stellen schmunzeln. Es ist mir vor ein paar Jahren genauso (oder fast in allen Beschreibungen) so gegangen, wie du es geschrieben hast. Ich glaube auch, dass wir alle früher oder später auf der Suche nach Sinn in unseren Aufgaben, in unserem Tun, in unserem Leben sind. Ich bin so froh, dass ich den wiederholten Impulsen gefolgt und nun auf der Reise bin, das zu verwirklichen, was durch mich in die Welt kommen darf... :-) Ich bin noch nicht angekommen (und vermutlich werde ich das auch nie, weil sich immer wieder Neues ergibt und sich die Lebensreise entwickelt), aber was ich jetzt schon sagen kann: Es lohnt sich loszugehen! Und es ist sooooo spannend! :-) Liebe Grüße, Xenia